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Bist du dabei? - Gemeinsam für die Ausbildung im Handwerk


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Auf Initiative der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf trafen sich in dieser Zusammensetzung erstmalig alle sechs Kreishandwerkerschaften des Münsterlandes und der vestischen Region als Arbeitgeber- sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) aus der Region Münsterland sowie der Region Emscher-Lippe und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW (GEW NRW) als Arbeitnehmervertreter, um sich gemeinsam für die betriebliche duale Ausbildung stark zu machen. Der Auftakt fand bei der Bernd Münstermann GmbH und Co. KG in Telgte statt.

 

Mit der Kampagne „Ausbildung 2021“, die über Social Media ebenso wie Postkarten und Plakate an Schulen sowie Werbespots in Kinos und Rundfunk auf die Ausbildung im Handwerk aufmerksam macht, soll vor allem Jugendlichen die vielfältigen Möglichkeiten einer Ausbildung im Handwerk nähergebracht werden. Weiterhin soll das Matching zwischen den Mitgliedsbetrieben der Kreishandwerkerschaften und den Jugendlichen verbessert werden. So können hoffentlich weitere Ausbildungsplätze zum 1. August 2021 und auch noch in den folgenden Monaten besetzt werden. Auch den Eltern soll auf den Webseiten der einzelnen Akteure eine Hilfestellung für den entscheidenden ersten Schritt in die Zukunft ihrer Kinder gegeben werden.

„Gerade aktuell ist das Handwerk eine Branche, die vielfältige und sichere Einstiegs- und Aufstiegschancen für junge Menschen bietet“, äußert Melanie Lohmann, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Münster zuversichtlich. "Viele Betriebe im Handwerk haben gut gefüllte Auftragsbücher, da gilt es jetzt mehr denn je an die Zukunft des eigenen Unternehmens und des Handwerks zu denken – eine Zukunft, die ohne Nachwuchs an gut ausgebildeten Fachkräften im eigenen Betrieb schwer realisierbar sein wird. Deshalb wollen wir die Betrieben und die Jugendlichen für die Ausbildung 2021 zusammenbringen“ ist das Fazit aller Akteure am Tisch. „Die Durchlässigkeit des Dualen Ausbildungssystems bietet auch denjenigen Jugendlichen hervorragende Chancen, Perspektiven und Planungssicherheiten für die Zukunft, die durch die besondere Situation der vergangenen Monate Sicherheit verloren haben“, so Lohmann. Sie betont jedoch, dass Karriere im Handwerk auch ohne den Umweg über eine akademische Ausbildung sehr gut möglich ist.

 

„Die Ausbildung in Deutschland muss krisenfest gemacht werden. Wir haben eine besondere Verantwortung gegenüber den potenziellen Auszubildenden, die unverschuldet in diese schwierige Situation gekommen sind und noch keinen Ausbildungsplatz für dieses Jahr gefunden haben. Wir müssen jetzt aktiv beraten, um Betriebe und Jugendliche erfolgreich zusammenzubringen“, betont Sebastian Krebs, stellvertretender Vorsitzender der GEW in NRW. Dafür wurden bei allen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden persönliche Ansprechpartner benannt, an die sich sowohl die Betriebe als auch die Jugendlichen mit ihren Fragen wenden können.

Der DGB ergänzt und fordert eine gesellschaftliche und politische Aufwertung der dualen Ausbildung. „Die Berufsbildung in Deutschland ist ein Modell, das sich seit Jahrzehnten erfolgreich etabliert hat und muss auch in Zukunft auf gesicherten Füßen stehen. Wir als Sozialpartner fordern darum eine Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen, sowohl für Abiturienten*innen als auch für Jugendliche, die in irgendeiner Form benachteiligt sind“, so die Forderung von Volker-Nicolai Koß vom DGB Münsterland.

 

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